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Von Liane Bornholdt

Altstadt. Bevor ein junger Sänger von der großen Bühne verzaubern kann, ist viele Jahre Ausbildung nötig. Noch hat die Landeshauptstadt das Glück, dass einige allerletzte Studentinnen und Studenten hier ihre Ausbildung zum Abschluss führen. Vier von ihnen verzauberten am Freitag die Gäste im Kaffeehaus Köhler in der Leiterstraße; Studenten, die demnächst ihre Diplomprüfungen haben werden, bzw. sich bereits im künstlerischen Aufbaustudium befinden. Einfühlsam am Klavier begleitet ließen die jugendlichen Sänger Werke aus verschiedensten Genres der Sangeskunsf etwas hören, ähnlich, wie es auch in den Prüfungen verlangt werden wird, so dass der Abend im Cafe Unterhaltung für die Gäste wie auch Prüfungsvorbereitung für die Künstler war. Zuerst sang Elisabeth Raßbach "Höre Israel" aus Felix Mendelssohn Bartholdys Oratorium "Eli-as", ausdrucksstark und mit dramatischer Färbung. Später war von ihr, sehr beweglich und ebenfalls mit viel emotionaler Kraft, auch darstellerisch überzeugend die Arie der Pamina "Ach, ich fühl es" aus Mozarts "Zauberflöte" zu erleben. Ausgezeichnet. Aber auch Alexej Trochin hat sich mit Oratoriumsgesang vorgestellt, mit dem Accompagnato "So spricht Gott, der Herr" aus Handels "Messias". Eindrucksvoll, wie der junge Bassbariton die Koloraturen sauber und flüssig zu singen vermag und die Stilistik des Barockgesangs erfasst. Mit viel Beifall wurde der Koreaner Tae-Yil Yoon bedacht, der als Osmin durchs Cafe stürmte und mit wunderbarem Bass das Triumphieren des Haremswächters des Bassa Selim aus der "Entführung" heraussang: "...und die Hälse schnüren zu, schnüren zu!" Erst am Beginn der Ausbildung, zeigte er doch schon wunderbares Talent. Auch das Kunstlied kam zu seinem Recht, ein Genre, das der Gesangsprofessorin Monika Köhler besonders am Herzen liegt. Es erklangen Lieder von Robert Schumann, Johannes Brahms und Hugo Wolf. Hier tat sich die Sopranistin Ira Jung besonders hervor, die mit Intensität und Einfühlung aus Wolfs Italienischem Liederbuch sang. Aber auch die beiden jungen Bässe zeigten gestalterisches Können und große Sangeskunst. Schließlich erfreuten die jungen Sänger mit Musicalsongs; hier muss man den erst 23-jährigen Alexej Trochin besonders loben, der den Fiedler-Song "Wenn ich einmal reich war" mit wunderbar komischem Talent, ausgezeichneter Artikulation und stimmlich sehr schön sang. Gelungener Abschluss eines kunstvollen Abends im Kaffeehaus.

(Quelle: Volksstimme am 02.06.2009)

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Bassbariton Alexej Trochin beim
Auftritt im Cafe. Foto: Bornholdt

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