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"Was soll das denn, ich dachte, wir wollten hier nur Kaffee trinken?" Horst-Kurt Müller war am Dienstag völlig perplex, als seine Tochter Ingard Gericke zur großen Geburtstagsrede ansetzte: "ja, lieber Vati. Du hast uns ja verboten, Dir zu Deinem 80. Geburtstag irgendein Sachgeschenk zu machen. Deshalb schenken wir Dir jetzt ein Kaffeekonzert." Auf dieses Stichwort kamen Ute Bachmaier, Manfred Wulfert, Marco Reiß und Tamas Molnar vom Magdeburger Theater um die Ecke, scharten sich um den Flügel im "Kaffeehaus Köhler" und gaben ein exklusives Konzert. Einen bunten Strauß bekannter Operettenmelodien, u.a. aus "Fledermaus", "Land des Lächelns" oder "Casardasfürstin", überreichten die Musiker dem Jubilar. Auch Kaffeehaus-Besitzerin Prof. Monika Köhler fand das toll: "Der Flügel im Lokal steht für solche Zwecke immer zur Verfügung. Die anderen Besucher haben diese kleine Privataufführung als Zaungäste auch sehr genossen." Höhepunkt des ungewöhnlichen Geburtstagsständchens aber war die Welturaufführung des Liedes Nr. 2 ("Hester und Hersencker") aus der Operette "Brand auf Java". Das Stück hatte Jubilar Horst-Kurt Müller vor zehn Jahren selbst geschrieben. Tochter Ingard: "Es ist sein größter Wunsch, dass seine Operette ein- mal aufgeführt wird. Zumindest konnten wir erreichen, dass ein Stück daraus gespielt wurde." Zur Überraschung von Sängerin Ute Bachmaier sprang das Geburtstagskind mitten im Stück auf und sang mit ihr gemeinsam. Obwohl Müller seit 1957 in Lan-dau (Rheinland-Pfalz) lebt, hat er als gebürtiger Magdeburger in der Elbestadt seine beruflichen Wurzeln: "Ja, mit 19 Jahren habe ich mich 1946 als Chorsänger dem Magdeburger Theater angeschlossen. Im Palast-Theater Buckau und im Palast-Theater Sudenburg hatte ich schöne Auftritte unter Leitung von Operettenkapellmeister Martin Velin." 1948 verließ Müller die Stadt, hatte Engagements an den Theatern in Wittenberg, Neustrelitz und Wismar. Dann wechselte er als musikalischer Leiter zum Kabarett "Die Harke" nach Schwerin. Wegen zu kritischer Texte wurde das Kabarett 1957 verboten - aus Wut darüber ging Müller in den Westen: "Meine Sängerkarriere konnte ich dort leider nicht fortsetzen, habe dann Jahrzehnte als Musiklehrer für Akkordeon und Klavier gearbeitet." Der 80. Geburtstag wurde nun in «Magdeburg gefeiert, weil die Tochter hier lebt. Mit dabei waren Müllers Lebensgefährtin Eva-Marie Kokula, Sohn Mandy Müller, die Enkel Judith und Sara, die Urenkel jeremias, Simon und Nora. (jja)

(Quelle: Volksstimme am 06.09.2007)

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Applaudierte sichtlich gerührt den
Künstlern vom Theater Magdeburg,
die zum 80. das Geburtstagsständchen
sangen: Horst-Kurt Müller.Überreichten
einen bunten Melodienstrauß aus
bekannten Operetten: Ute Bachmaier
und Manfred Wulfert. Kellnerin Kathleen
Wahala servierte dem Geburtstagskind
eine Notenschlüssel-Torte, die im
Kaffeehaus Köhler entstanden war.
Foto: J.-U. Jahns

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