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Da steht sie: Groß, ein bisschen kräftig, die Haare sind rot gefärbt und in der rechten Augenbraue sitzt ein Piercing. Doch Elisabeth Raßbach hat nur einen Wunsch: Eine klassische Operndiva möchte sie werden. Als Mezzosopranistin singt sie mit dunkler, tiefer Stimme bei Musikprofessorin Monika Köhler an der Magdeburger Universität vor - im Sommer vor fünf Jahren. Ihre erste Aufnahmeprüfung hatte sie zwei Jahre zuvor vergeigt und schließlich angefangen in Leipzig Germanistik, Journalistik und Anglistik zu. studieren. "Wenn ich schon nicht auf der Bühne stehen konnte, wollte ich im Publikum sitzen und die Qualität der Aufführungen beurteilen", sagt Elisabeth Raßbach. Doch das Vorsingen bei Monika Köhler brachte ihr 2002 den ersehnten Studienplatz für das künstlerische Diplom im Gesang. "Obwohl ihre Stimme im Mezzosopran furchtbar klang. Aber ich hörte eine Herausforderung und wollte wenigstens einen anständigen Mezzosopran aus ihr machen", sagt Monika Köhler. Geklappt hat das nicht. Ein halbes Jahr hat sie mit der Studentin mit den roten Haaren und dem Piercing geübt. "Aber ihre Stimme wollte nicht natürlich fließen. Ich wusste, hier ist was faul. Aber was?", sagt die Professorin. Als sie die dunkle, tiefe Stimme von Elisabeth Raßbach (27) nicht mehr hören wollte, hatte sie eine Idee: "Sing ' höher", forderte die Professorin, setzte sich ans Klavier, klimperte die Tonleiter rauf und entdeckte: "Du bist ein Koloratur-Sopran. Du triffst die höchsten Töne mit Leichtigkeit. Das ist unglaublich. Daran müssen wir arbeiten." Höchst selten sei das Talent, zumal Elisabeth Raßbach eine schwere Stimme habe und damit die Gabe, eine "gewisse Dramatik in die Lieder zu bringen. Wundervoll!", schwärmt Monika Köhler und bescheinigt ihr den Stimmumfang einer Anna Netrebko. Die Arie der "Königin der Nacht" aus Mozarts "Zauberflöte" könnte Elisabeth Raß-bachs "Paradepartie werden. "Sie singt eine Terz über den höchsten Tönen des Stücks, die die meisten überhaupt nicht erreichen. Damit kann sie sich an den besten Opernhäusern bewerben", prophezeit ihr die Musikprofessorin. Immerhin: Von Magdeburg aus ist Elisabeth Raßbach schon nach Korea und Israel auf Konzerttour gegangen, hat Solostücke vorgetragen und viel Applaus gehört. Und: Im Dezember legte sie ihr Diplomkonzert ab, bekam eine 1,0-Note und damit die Zulassung für das Aufbaustudium. Doch das beginnt sie nach einem halben Jahr Pause erst im Oktober. Denn gerade singt Elisabeth Raßbach statt schwierigen Oratorien lieber sanfte Schlaflieder: "Kleine Igel schlafen gern den ganzen Winter lang". Lauschen darf ihr dabei nicht ein ganzer Konzertsaal, sondern ein kleiner Mann in seiner Wiege: Söhnchen Jacob Külz (süße fünf Monate jung). "Ja, der ist einfach in unser Leben geplatzt - ein kleines Wunder und ein großes Glück", sagt die Sängerin, die dann auch mal mit dem Baby auf dem Arm zum Unterricht gehen will. "Das ist kein Problem, ich freue mich über den Nachwuchs", sagt Monika Köhler. Übrigens: Zu hören ist Elisabeth Raßbachs außergewöhnlicher Koloratur-Sopran am 27. Oktober im Gartensaal des Magdeburger Gesellschaftshauses im Klosterbergegarten wieder. Begleitet von der Schönebecker Kammerphilharmonie singt sie Operettenlieder, (ast)

(Quelle: Volksstimme am 25.07.2007)

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Koloratursopranistin Elisabeth Raßbach mit Söhnchen
Jacob - und der Frau, die ihr Stimmwunder entdeckt
hat: Musikprofessorin Monika Köhler.
Foto: Ariane Steinbart

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